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Alle aktuellen Themen, Informationen zu Extra-Veranstaltungen sowie mehrfach wöchentlich Lektionen zu unterschiedlichen Themen rund um die klinische Anwendung von ätherischen Ölen finden Sie in meinem Blog. Die Themen sind schnell auffindbar, da sie sowohl übersichtlich nach Stichworten wie "Viren", "Seniorenpflege" oder "Studien" in der rechten Spalte archiviert sind als auch nach Daten, was bei jahreszeitenrelevanten Texten von Bedeutung sein kann.



ANERKENNUNG UND JURISTISCHE HINTERGRÜNDE ZUM BERUF AROMAPRAKTIKER/IN

Seit fast 20 Jahren bildet Eliane Zimmermann zur AromapraktikerIn aus und fast genau genau so lange kursiert das Gerücht, man dürfe diesen Beruf nicht ausüben.

Bei der Suche nach seriösen Ausbildungsmöglichkeiten wird Interessentinnen leider oft suggeriert, dass die freiberufliche Arbeit als Aroma-Expertin oder als Aromapraktikerin (oder mit ähnlichen Titeln) illegal sei. Um dieses Missverständnis für Nicht-Heilpraktiker aus der Welt zu schaffen haben bereits zwei Kollegen –
Soham Topham aus Köln und Jürgen Trott-Tschepe aus Berlin – vor einigen Jahren eine Zusammenarbeit mit dem BfG (Berufsverband der Gesundheitspraktiker) gestartet. Eliane Zimmermann konnte sich im November 2009 bei einem Kurs, der von der DGAM/BfG veranstaltet wurde, davon überzeugen, dass mit der Rückendeckung durch einen starken Berufsverband und ggs. mit Rechstberatung durch deren Experten, die Tätigkeit der AromapraktikerIn sogar ein zukunftsweisender Beruf werden könnte, wenn diese Missverständnisse oder gar Negativgerüchte ausgeräumt werden würden.

Dieser Verband ist der bisher einzige Berufsverband in Deutschland, der methodenübergreifend ein einheitliches Berufsbild für das Feld der Gesundheitspraxis vertritt. Er gehört zur DGAM, das ist die Deutsche Gesellschaft für Alternative Medizin - der Dachverband für Heilkunst und Gesundheitskultur.
Der BfG bietet verschieden gelagerte Lehrgänge zum
Gesundheitspraktiker BfG an, immer mit dem Schwerpunkt einer oder mehrerer Methoden zum „Verkauf“ von Entspannung und Vitalität. Das können beispielsweise unterschiedliche Entspannungstechniken sein, Anleitungen zum stresslindernden Atmen, Beratungen über eine die Lebensqualität verbessernde Anwendung von ätherischen Ölen oder auch gesundheitsstabilisierende Yoga-Übungen sein.
Eine zweite wesentliche Säule des Berufsbildes Gesundheitspraktiker BfG ist das Erlangen einer effizienten kommunikativen Kompetenz für eine erfolgreiche Praxis. Denn der Kunde oder Klient kommt mit einem Wunsch nach Entspannung und Vitalität oder auch nach Selbsterfahrung und Bildung in ganzheitlichen Themen zum Gesundheitspraktiker BfG.
Das Benutzen des Titels Gesundheitspraktiker/in BfG und das Beitreten in den BfG verpflichtet zur Einhaltung der dort geltenden Berufsordnung. Als Mitglied erhält man neben einem Praxis-Stempel vielfältige Supervisionsmöglichkeiten, dazu Literatur und auch eine kostenfreie rechtliche Überprüfung seiner Werbung samt daran gekoppelte Rechtsschutzleistungen. Zudem stärkt eine gemeinsame Verbandsaktivität, um – auch als Aromaexpertin oder Aromapraktikerin - einen respektierten, anerkannten Beruf zu entwickeln.

AiDA hat erstmals Anfang 2004 in diese Richtung bei der DGAM nachgefragt und nun ist es für AromapraktikerInnen AIDA möglich, ohne eine lange zusätzliche Ausbildung zur Gesundheitspraktikerin bei der BfG nach einem Dreitagekurs als Aroma-GesundheitspraktikerIn BFG zertifizieren zu lassen.
Nach diesem kleinen Kurs kann die Absolventin in den Genuss aller Vorzüge des Berufsverbandes kommen und damit ihren/seinen Berufsstatus auf noch solidere juristische Füße stellen. Der Jahresbeitrag beträgt 92,00 €uro und einmalig eine Aufnahmegebühr von 25,00 €uro (bei Mitgliedschaft in anderen Vereinen ist ein Rabatt möglich. Der BfG-Beitrag schließt die Mitgliedschaft in der DGAM ein. Weitere Informationen bei Martina und Peter Högger (Regionalstelle Vogtland DGAM), Irchwitzerstrasse 18, D-07937 Greiz, Telefon ( 03661) 458956, vogtland@dgam.de Das Ausschreibungspapier für den bereits stattgefundenen Kurs können Sie hier runterladen.

Ich verweise ich in diesem Zusammenhang auch bereits seit vielen Jahren auf Recherchen, welche im Zusammenhang mit einer vergleichbaren Ausbildung gemacht wurden. Kali S. von Kalckreuth und Frank Boaz Leder bieten in Deutschland bieten sie auch seit langer Zeit an und haben darum entsprechende Hintergründe auf der Website ihres Institutes http://www.touchlife.de/oft_gestellte_fragen/126 erläutert (LInk mit ihrer Genehmigung).


ZIMT - ZWISCHEN BÖSEWICHT UND WUNDERWAFFE

Nachdem etliche zimthaltige Nahrungsmittel vom Bundesamt für Risikobewertung (BfR) attackiert worden sind, da sie angeblich die Gesundheit der Leber stark beeinträchtigen könnten, liest man nun in der neuesten Ausgabe von "Natur & Heilen" (08/2008) erfreut, welch ein Wunderheiler dieses Gewürz ist. Wie viele AromatherapeutInnen seit zwei Jahrzehnten gerne empfehlen, ist ein Gewürzhonig auf dem morgendlichen Frühstücksbrot nicht nur lecker, sondern er fördert in jedem Falle die Gesundheit.
Zimthonig senkt laut einer nordamerikanischen Studie das Cholesterin in den Arterien und beugt damit einem Herzinfarkt vor. Laut einer dänischen Studie sollten Menschen mit Arthritis diesen Honig zweimal täglich in sehr warmem Wasser auflösen und trinken, die Schmerzen können dadurch drastisch reduziert werden.
Dieser aromatische Honig kann auch bei chronischer Erschöpfung aufbauend wirken, der Atem wird verbessert, das Immunsystem wird entlastet, immer wiederkehrende Blasenentzündungen können reduziert werden und bei Einnahme vor dem Essen kann sogar eine chronische Magenübersäuerung gelindert werden.
Eine Begründung liefert die wissenschaftlich orientierte Aromatherapie: Zimt liefert phenolische Verbindungen wie Eugenol, und Cinnamal (Zimtaldehyd), die stark antibakteriell wirken, auch entzündungshemmende Substanzen sind enthalten (beta-Caryophyllen) und für die Linderung von Schmerzen sorgt ein Mix aus verschiedenen Monoterpenen, insbesondere p-Cymen und Myrcen. Honig enthält vielfältige heilende Substanzen, unter anderem hochwertige Enzyme.
Wie bereite ich nun so einen schmackhaften Anti-Aging-Brotaufstrich zu? Ganz einfach: in ein Glas bestem Bio-Honig nach Wahl gibt man 1 Tropfen Zimtrindenöl aus Cinnamomum zeylanicum (nur von einer wirklich vertrauenswürdigen Firma, Zimtöle sind meistens verfälscht, auch kein Cassiazimtöl verwenden), 5 Tropfen Vanilleöl (das streng genommen ein alkoholischer Extrakt ist) und 2 Tropfen Orangenöl zufügen, gut umrühren und genießen. Jedoch beachten, wie immer mit natürlichen Mitteln: Viel hilft nicht viel, also nicht übertrieben einnehmen, zwei bis drei Esslöffel dieses Honigs reichen für die förderlichen Zwecke völlig aus.

Cinnamomum zeylanicum


Unbedingt hingehen! Kostenlose Vorlesungsreihe mit Prof. Dr. Dietrich Wabner

Etherische Öle (in Therapie, Kosmetik und Parfümerie)
regelmäßig während jeweils des Winter- und des Sommersemesters immer donnerstags um 18.15

Hier wird über ausgewählte Kapitel der Anwendung von etherischen Ölen in Therapie, Kosmetik und Parfümerie berichtet. Schwerpunkt ist im Winter-Semester die Therapie. In jeder Vorlesungs-Stunde werden etwa sechs etherische Öle bzw. therapeutische Mischungen an Riech-Streifen und auf der Haut getestet. Ausführliche Manuskripte stehen zur Verfügung.

Diese öffentliche und kostenlose Vorlesung richtet sich nicht nur an Studenten der Medizin und Chemie, sondern auch an Praktikerinnen und Praktiker in den medizinischen und medizinnahen Berufen und an alle Interessierten. Eine Abschluss-Prüfung mit Zertifikat ist auf Wunsch möglich. Vorlesung und die im folgenden angekündigten Seminare sind für das Feld der beruflichen Weiterbildung akzeptiert.

Ort: Klinikum Biederstein der TU München, Biedersteiner Strasse 29 (U6 Dietlinden Str.) Bau 608, Seminar-Raum 824 (2.Stock)

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Biedersteiner Seminare über etherische Öle mit Prof. Wabner in München

Im Klinikum Biederstein werden ausführliche Seminare mit praktischen Übungen zur Aroma-Therapie und verwandten Therapie-Formen angeboten.

Klinikum Biederstein der TU München, Biedersteiner Strasse 29 (U6 Dietlinden Str.)  Bau 608, Seminar-Raum 824 (2.Stock).
Der Preis für das Wochen-Ende beträgt € 150,00. Ermässigung für Studenten und Andere ist möglich. Bei allen Seminaren werden sehr ausgiebig etherische Öle und Duft-Mischungen auf dem Riech-Streifen und dem Körper ge-testet. Ausführliche Manuskripte können erworben werden. Apfel-Saft mit Rosen-Öl steht zur Verfügung.l
Weitere Informationen zu den Seminaren erfragen Sie bei uns oder finden Sie unter
www.nora-international.de.

Das duftende An Mo - chinesische Mikro-Massage und etherische Öle 
Unterschiede von chinesischer und westlicher Medizin, die Behandlungs-Verfahren der Tra-ditionellen Chinesischen Medizin (Ernährung, Kräuter-Kunde, Bewegungs-Medizin wie TaiChi, ChiGong etc., Akupunktur, Moxibustion, Mikromassage AnMo, TuiNa), die Meridia-ne, Yin und Yang, die fünf Wandlungs-Phasen und was sie für uns bedeuten,  Diagnose, Übungen für Chi, etherische Öle und TCM, viele Öl-Rezepte für die Anwendung mit den Punkten und für die Wandlungs-Phasen, Öle für alle Bereiche des Lebens, Behandlungs-Beispiele für Geburts-Hilfe, Pflege und Alltag, TuiNa für Kinder...

Aroma-Therapie in der Pflege               
allgemeine Anwendungen, rechtliche und praktische Situation im Kranken-Haus, Geburts-Hilfe, Intensivstation, Palliative Abteilung, Onkologie -auch neue Anwendungen, Hospiz, Al-ten-Pflege, emotinale Wirkungen, Psycho-Aroma-Therapie, Psychiatrie, Dekubitus-Behandlung, Strahlen-Therapie, MRSA und Hospitalismus, Nebenwirkungen und angebliche Toxicität von Ölen und Mischungen, Rezepte von erprobten Anwendungen, Portraits der wichtigsten fetten und etherischen Öle

Die moderne Aroma-Therapie             
Aroma-Therapie heute, Anspruch und Wirklichkeit, sind die Öle giftig, Placebo-Prinzip und Öle, Rolle der Esoterik, starke emotionale Wirkungen, Anwendungs-Arten: intern, nasal, percutan, Angst, Konzentrations- und Lern-Schwäche, Aroma-Therapie im Kranken-Haus, Onkologie, Hospiz-Bewegung und Düfte, Palliativ-Medizin, basale Stimulation, wie mischt man selber, Portraits der wichtigsten Öle, das Projekt „dufte Schule“, Duft und Kunst u.v.m.


Hier eine Meldung, die zwar nicht mehr taufrisch ist, jedoch hoch interessant:

GRAPEFRUITDUFT TÄUSCHT EIN PAAR JAHRE HINZU

Der international bekannte Duftforscher Alan Hirsch hat wissenschaftlich erforscht, welche Düfte Männer veranlassen, Frauen jünger einzuschätzen (2005). Bananen-, Brokkoli-, Lavendel- und Spearmintduft hatte keine Fehleinschätzung zur Folge, Grapefruitduft ergab eine sympathische Fehleinschätzung um 6 Jahre (nach unten!!!). Da viele von uns Aromafans nun so langsam in die Jahre kommen, dachte ich, könnte man dieses beliebte Öl noch beliebter machen. Vor allem das Grapefruitöl komplett von WADI (Dietrich Wabner) wird schon seit Jahren als umwerfend schön empfunden. Nun wissen wir warum!!!

"A study of smells shows that the scent of grapefruit on women make them seem younger to men – about six years younger. The study by the Smell and Taste Institute in Chicago was conducted to determine what makes a women smell young – but not too young, like pink bubble gum.
Institute director Alan Hirsch said he smeared several middle-aged woman with broccoli, banana, spearmint leaves, and lavender but none of those scents made a difference to the men. But the scent of grapefruit changed men's perceptions. Hirsch said that when male volunteers were asked to write down how old the woman with grapefruit odor was, the age was considerably less than reality."



GEBEN SIE IHREM AROMAWISSEN EINEN KICK
Symposium über ätherische Öle am 18. Oktober 2008 in München: eine kleine Zusammenfassung.

Dieser Tag in der Klinik Augustinum war nach der Meinung der meisten TeilnehmerInnen absolut gelungen. Es waren über 300 Personen anwesend, der nicht allzugroße Saal konnte nicht mehr fassen. Das Interesse an ätherischen Ölen ist also nach wie vor groß, denn parallel lief ja bei Primavera auch eine Veranstaltung.
Die erfahrene "Alt-Häsin" der Aroma-Szene
Ruth von Braunschweig führte durch den abwechslungsreichen Tag.
Zunächst sprach der Überraschungsgast
Prof. Dr. Dr. Hanns Hatt über neue Erkenntnisse, was das Riechvermögen des menschlichen Körpers anbelangt: auch viele Haut- und die Prostatazellen können riechen! Und die Eizelle sendet nicht nur den inzwischen bekannten Maiglöckchenduft aus, sondern lockt laut Prof. Hatt die anrückenden Spermien mit einem ganzen Blumenstrauß an Düften! Vieles darüber ist in seinem neuen Buch "Das Maiglöckchen-Phänomen" nachzulesen (Piper Verlag, 19.90 Euro) oder auf der Website der Uni Bochum zu finden: http://www.cphys.rub.de

Der sympathische Bio-Heilkräuter-Bauer
Georg Effner (www.rottaloele.de) sprach anschließend über seine besondere Technik der schonenden Destillation, über seine Melissenpflanzen, die drei unterschiedliche Chemotypen von Melissa officinalis produzieren, über den Einfluss von Trocknung und anderen Verarbeitungs-Faktoren auf die ätherischen Öle u.v.m. Er und sein engagierter Kollege Wolfgang Burger hatten einen kleinen Stand mit einer Schaudestille im Foyer zu Demonstrationszwecken aufgebaut.
Nach einer leckeren Kaffeepause (jegliche Verköstigung war im preiswerten Eintrittspreis von ab 65 Euro enthalten) sprach ich über zahlreiche wissenschaftliche Erkenntnisse bei Krebs/Tumoren, MRSA, Juckreiz, Atemwegserkrankungen etc. Ich konnte auch über eine neue Studie berichten, in der das Team von Prof. Dr. Gerhard Buchbauer (Uni Wien) belegen konnte, dass auch bei durch Atemmasken "erblindete" Personen, die also nicht riechen konnten, ob reines fettes Öl oder das 20-ig-prozentige (!) Orangenölgemisch einmassiert wurde, signifikante physiologische Veränderungen nach einer 5-minütigen Aroma-Massage zeigten.

Danach berichteten die Krankenschwestern
Monika Volkmann und Monika Furtner-Keil von erfreulichen Heilungserfolgen bei ekligen Wunden und Narben (schaurige Fotos!!!) im Krankenhausbereich sowie von dem Verlauf einer Entwicklung und Etablierung eines neuen Aromapflege-Produktes in der Klinik Augustinum. Gar nicht so einfach, ein großes Team in so einen Testlauf einzubinden! Doch das Ergebnis duftet wunderbar und hilft ganz toll (ich durfte es bereits im Sommer an meinem schmerzenden Knie ausprobieren!).
Nach einer gesprächsreichen Mittagspause mit einer traumhaft aromatisierten Kürbiscremesuppe und einem köstlichen Pastagericht mit Ätherisch-Öl-Soßen ließ uns die liebenswerte Apothekerin-Fotografin-Dichterin
Christina Kiehs-Glos (Foto unten)am Jahreszyklus der Wildrose in Chile teilhaben. Anhand von bemerkenswert detaillierten Fotos konnten wir das Pflanzenleben von der Hagebutte bis zur Rosenblüte in allen Stadien begleiten. Wenn doch alle AromatherapeutInnen die Möglichkeit hätten, sich so intensiv mit den Ölpflanzen auseinander zu setzen! Zumindest sollten alle ihre wunderschönen Bildbände genießen (Wildrose, Iris, Mistel, Aloe vera, Calendula und Arnika)!

Apothekerin

Die Tierärztin
Dr. Christina Heigl aus Kolbermoor berichtete anschließend über vielfältige Möglichkeiten, verstörte und erkrankte Tiere mit ätherischen Ölen zu behandeln. Sie hat Aromatherapie u.a. in Pretoria gelernt und hat durchaus interessante Ansätze, auch wenn ihr Vortrag durch die Kürze der Zeit etwas mehr Struktur vertragen hätte. Doch ich hatte ja auch ein Feuerwerk an Informationen abgeschossen, es ist schwierig, wenn man ein Minimum an spannenden Infos zu seinen ZuhörerInnen rüberbringen will!
Den Abschluss machte die an der Uni Hamburg lehrende und forschende Wissenschaftlerin Prof. Dr. Elisabeth Stahl-Biskup. Sie hat bereits zahlreiche Doktorarbeiten über ätherische Öle betreut und selbst über nordische Thymianarten geschrieben. Sie berichtete über ätherische Öle bei Atemwegserkrankungen, beispielsweise wie Bestandteile der Öle den Bronchialschleim verändern können und bei welchen Erkrankungen der Einsatz ätherischer Öle sinnvoll ist.

In den Pausen bot das engagierte Pflegeteam des Augustinum Inhalationen und kleine Massagen an, so dass die Öle auch "life" erfahren werden konnten, zwei Firmen verkauften ätherische Öle und ein Buchstand mit den Büchern der ReferentInnen (und vielen anderen Büchern) war auch vorhanden. Es gab auch erste Informationen über den tatsächlich neu gegründeten Verein Aroma-Forum International, er wurde am Tag vor dem Symposium (17.10.2008) amtlich abgesegnet. Vielleicht ein lohnenswerter Neuanfang (
info@aroma-forum-international.de) ohne Altlasten!

Gartnfuehrung

Am darauf folgenden Vormittag begab sich eine kleine Gruppe von Duft- und Heilpflanzenfans in den wundervollen
Botanischen Garten von München. Das Wetter hätte nicht besser sein können! Selbst "alte Aroma-Häsinnen" konnten über zahlreiche Neuentdeckungen staunen: Einer der Cananga odorata-Bäume, die Kakaobäume und die meterlange Vanille-Pflanze trugen Früchte. Jojoba, Reis, Zuckerrohr und Baumwolle wurden von einigen TeilnehmerInnen zum ersten Mal gesehen und Ruth von Braunschweig konnte sich gar nicht satt schnuppern an der traumhaft duftenden römischen Kamille.



© Eliane Zimmermann | Nachdruck und gewerbliche Verwendung nur mit ausdrücklicher Genehmigung von Eliane Zimmermann.
Bitte haben Sie Verständnis, wenn Ihre individuelle E-Mail-Anfrage nicht beantwortet werden kann, wir haben neben unserer Lehrtätigkeit nur begrenzt Zeit für Schreibtischarbeiten.

Eine Fundgrube an fundierten Informationen finden Sie in über 20 Ausgaben des kostenlosen Online-Magazin (Allergien, Altenpflege, Demenz, synthetische Düfte etc) und im ständig wachsenden Online-Kurs. Viele Adressen von verlässlichen Ölefirmen finden Sie hier. Weitere Antworten auf Fragen und Diskussionen über interessante Duft-Themen finden Sie im Aromatherapie-Forum Forum Essenzia auf Xing: https://www.xing.com und in der von mir betreuten Rubrik der Website für Themen rund um die Krankheit Mukoviszidose: http://www.cysticus.de
Bitte beachten Sie, dass es sich im Folgenden um Erfahrungswerte und um Ratschläge handelt. Es sind keine Therapieempfehlungen. Wir haften nicht für Schäden, die durch unsere Rezepttipps oder durch die unsachgemäße Anwendung von ätherischen Ölen entstehen. Jeder Besucher dieser Website sollte vor der Selbstmedikation einen Arzt oder eine Heilpraktikerin seines Vertrauen aufsuchen, um sich abzusichern, dass keine lebensbedrohlichen Krankheiten vorliegen.
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HERSTELLUNG VON ÖLEMISCHUNGEN UND NATURKOSMETIK

Frage: Darf ich in meiner Küche Kosmetik herstellen und an meine Kundinnen verkaufen? S.H.
Antwort: Jein, Kosmetik auf Vorrat dürfen Sie nur herstellen, nur wenn Sie viele Auflagen erfüllen würden. Zwei Websites zum Kosmetik-Rechte-Thema
sind
Pharmacos und Bundesinstitut für Risikobewertung
Mir wurde kürzlich eine interessante Info mit Adresse zwecks Hilfe bei der Legalisierung vom Verkauf selbst gemischter Kosmetika, also auch Ölemischungen mitgeteilt. Es handelt sich um eine Anwältin in Nürnberg, die sich auf die juristische Beratung und Vertretung von Menschen spezialisiert hat, die mit ganzheitlich pflegenden und heilenden Berufen spezialisiert hat: Frau Dr. Anette Oberhauser outlinkhttp://www.kanzlei-oberhauser.de
Zum Thema Verkauf von selbstgerührten Produkten gilt laut Frau Dr. Oberhauser folgender Grundsatz: Der Preis für die Serviceleistung (also das Ölemischung-Herstellen o. ä.) muss eindeutig höher sein als der Materialpreis (der Öle), denn es wird im Auftrag des Kunden gemischt nach einer bekannten Rezeptur.

Man muss allerdings als Kosmetikmischerin Rezepte irgendwie veröffentlichen, beispielsweise auf einer Website, auf einer Broschüre, auf hübschen Karten. Die Kundin/derKunde "kaufen" das Rezept und die Zutaten und eine Dienstleistung. Sie geben euch also den offiziellen Auftrag, die Rezeptur zu mischen (weil sie es nicht können oder weil sie keine Lust auf die Matscherei haben).

Für eine Dienstleistung müssen drei Merkmale erfüllt sein:
1) Nicht-Greifbarkeit, Nicht-be-Greifbarkeit
2) Gleichzeitigkeit von Herstellung und Verbrauch (das Produkt darf nicht auf Lager sein bzw. aus einem Lager stammen)
3) Der Kunde/die Kundin bringt sich oder etwas von sich ein.

zu 1) Nichtgreifbarkeit bedeutet: Die Dienstleistung ist weder transport- oder ausstellungsfähig, noch lager- oder greifbar (z.B.: der Akt des Rührens, Haareschneidens, Wissensweitergabe im Seminar)

zu 2) Nicht-be-greifbarkeit bedeutet: die "Leistung ist schwer begreifbar und damit auch schwer bewertbar (ich brauche ein gewisses Vertrauen zur fachlichen Kompetenz des Dienstleisters oder "Empfehlungen" von anderen Personen)

zu 3) Der Kunde....: Gemeint ist die Integration des externen Faktors, dass der Kunde sich am Dienstleistungsprozess selbst einbringt – oder Teile von ihm, beispielsweise beim Frisör seine Haare. Er kann auch ein ihm gehörendes Objekt, beispielsweise sein kaputtes Auto in den Dienstleistungsprozess einbringen.

Das könnte beim Ölemischung-Herstellen bedeuten, dass der Kunde seine Materialien, die er zuvor zusammen mit dem Rezept erworben/gekauft hat, zu Aromafrau "bringt" und ihr den Auftrag gibt: Bitte Rühren, ich kann das nicht und will mich auch nicht damit beschäftigen! Entscheidend ist, dass eindeutig eine Dienstleistung erkennbar ist. Und dass das "Produkt" nicht in lagerfähigen Mengen produziert wird und auch nicht für Jedermann, sondern konkret für Kunde X in dessen Auftrag.
Vielleicht kann uns diese neue Info frischen Mut machen, unsere gesundheitsfördernde Kreativität nicht mehr von hirnverbrannten Verordnungen unterdrücken zu lassen und Menschen/Stammkunden mit erprobten Rezepturen ehrlich weiter helfen zu dürfen (und auch noch etwas Geld dabei verdienen zu MÜSSEN ;-)


JOHANNISKRAUT-MAZERAT – KEINE WECHSELWIRKUNGEN MIT BESTIMMTEN MEDIKAMENTEN

Frage: Ich bin Krankenschwester und sowohl meine Stationsleitung als auch unser Oberarzt haben die Anwendung von fettem Johanniskrautöl nun endgültig verboten. Angeblich soll es starke Nebenwirkungen bei der Einnahme von bestimmten Medikamenten haben. Können Sie mir etwas dazu sagen?
Antwort: Erst im vergangenen Jahrzehnt ist es gelungen, die gegen Depressionen wirksame Leitsubstanz in Johanniskrautextrakten (Hypericum perforatum) so zu stabilisieren, dass nun hochwirksame Extrakte gegen Depressionen zur Verfügung stehen. Interessanterweise zeigt die nur in Spuren im Johanniskraut vorkommende Substanz Rutin nicht nur eine stabilisierende Funktion, sondern erst durch sie kommt die ausgeprägt antidepressive Wirkung der Extrakte zustande.

Medikamente mit plus/minus 1000 mg Hyperforin, so heißt das flüchtige Molekül, besitzen eine unerwünschte Nebenwirkung für einige wenige Patientengruppen. Betroffen sind vor allem transplantierte Menschen und auch solche, die Medikamente gegen AIDS einnehmen müssen. Sie dürfen keine hyperforin-haltigen Präparate
innerlich einnehmen. Niedrigdosierte Präparate stellen laut einer neuen Studie (September 2008) wiederum keine Gefahr dar, diese haben dann jedoch nicht die ausgeprägte antidepressive Wirkung: Mueller SC, Majcher-Peszynska J, Mundkowski RG, Uehleke B, Klammt S, Sievers H, Lehnfeld R, Frank B, Thurow K, Kundt G, Drewelow B.: No clinically relevant CYP3A induction after St. John's wort with low hyperforin content in healthy volunteers. Eur J Clin Pharmacol. 2008 Sep 3. Eine wissenschaftliche Übersicht zu Hyperforin: Ludger Beerhues: Molecules of Interest: Hyperforin. Phytochemistry Volume 67, Issue 20, October 2006, Pages 2201-2207 Institut für Pharmazeutische Biologie, Technische Universität Braunschweig, Mendelssohnstr. 1, D-38106 Braunschweig

Johanniskraut

Bei einer Firma heißt es zur innerlichen Einnahme des standardisierten Johanniskraut-Extraktes: Nicht einnehmen bei gleichzeitiger Behandlung mit Ciclosporin oder Indinavir bzw. anderen Protease-Inhibitoren gegen HIV-Infektion. Auch nicht bei gleichzeitiger Behandlung mit Irinotecan, Imatinib und anderen Zellwachstum hemmenden Medikamenten in der Krebsbehandlung, auch nicht bei gleichzeitiger Einnahme von Tacrolimus oder anderen Antidepressiva. Die Einnahme von Amitryptylin und Nortryptilin, Digoxin, Midazolam, Phenprocoumon und anderen Medikamenten, welche die Blutgerinnung hemmen sowie von Theophyllin muss mit dem Arzt abgesprochen werden (Quelle:
http://www.neuroplant.de)

Gegen die schmerzlindernde
äußerliche Anwendung von Johaniskraut-Mazerat bestehen dagegen keinerlei Bedenken, diese Produkte enthalten ohnehin nur 2,2 bis 20,8 mg pro 100 ml Johaniskraut-Mazerat, dass laut einer Studie nach fünf Wochen verflüchtigt war: P. Maisenbacher und K.-A. Kovar, Planta Med., Bd.
58 (1992), 351-354 und J. Hölzl, L. Demisch und S. Stock, PlantaMed., Bd. 55 (1989), 601 -602. Je nachdem, ob das Mazerat unter Einwirkung von Sonnenlicht oder ohne hergestellt wurde, kann der Hyperforin-Gehalt noch geringer sein. Neuerdings wird ein Auszug ohne Sonnenlicht empfohlen, um unnötige Peroxid-Bildung zu vermeiden. Peroxide können die kranke und gereizte Haut weiter schädigen.

Hypericin in Johanniskrautpräparaten erwies sich in ersten Studien auch als deutlich antitumoral: Es ist eine photodynamisch wirksame Substanz, die auf Tumorzellen zytotoxisch wirkt, indem sie in deren Apoptose (Zelltod/"Zellselbstmord") induziert. Es ist zudem antiviral wirksam (In vitro-Studien).
Neuere pharmakokinetische Studien und In-vitro-Untersuchungen sprechen zudem dafür, dass die photosensibilisierende Potenz antidepressiv wirksamer Johanniskrautpräparate gering ist. Dies bezieht sich wahrscheinlich auch auf äußerlich angewendete Johanniskrautpräparate. Auch gegen bestimmte Staphyloccus-aureus-Stämme (u.a. MRSA) sind Johanniskrautpräparate wirksam: Miguel A. Medina, Beatriz Martínez-Poveda, María I. Amores-Sánchez and Ana R. Quesad: Hyperforin: More than an antidepressant bioactive compound? Life Sciences, Volume 79, Issue 2, 6 June 2006, Pages 105-11


BESTRAHLUNG BEI BRUSTKREBS

Frage: Bei meiner Mutter wurde letzte Woche Brustkrebs diagnostiziert. Sie soll Bestrahlungen bekommen. Bekanntlich verbrennt dabei auch viel gesundes Gewebe und es besteht Gefahr für Krankenhauskeime. Kannst du mir die Mischung aus Sanddornöl und Niaouliöl verraten, die so gut gegen Verbrennungsschäden vorsorgen kann?
Antwort: Ja, das Bestrahlungsöl sollte unbedingt vor der Bestrahlungsserie angewendet werden, wenn der Arzt es erlaubt auch in den Bestrahlungspausen (Wochenenden) und auf alle Fälle danach. Meine Kollegin Gisela Blaser benutzt folgende Rezeptur in verschiedenen Kliniken im Raum Köln-Bonn:

Bestrahlungsschutzöl
25 ml Johanniskrautöl (in gutem Olivenöl ausgezogen) oder nur Olivenöl 70 ml Aloe-vera-Mazerat in Canolaöl (Firma Primavera) 2 ml (40 Tropfen) Niaouliöl (Melaleuca leucadendron) 2 ml (40 Tropfen) Lavendelöl (Lavandula angustifolia) 1 ml Sanddornfruchtfleischöl (Primavera) Wichtig sind wirklich sehr gute Öle, also keine Drogeriequalität, sondern beispielsweise von http://www.neumond.de oder http://www.primavera.de oder http://www.oshadhi.net

Die fertige Mischung ist auch zu bestellen bei der Merlin Apotheke in 53119 Bonn, Spessartstraße 9, 0228-9081200 info@merlin-apotheke.de oder bei meiner lieben Kollegin Apothekerin Dorothea Hamm in Karlsruhe www.larome.de 0721-35751 Frau Blaser empfiehlt auch, eine Woche vor der Bestrahlung 2 x täglich je 25 ml Aloe vera_Ursaft (Reformhaus oder noch besser Firma Pharmos) einnehmen. An den Tagen der Bestrahlung 3 x 25 ml Saft einnehmen. Mehr über Sanddorn
hier, über die Studien damit kann man auch ganz viele Infos im Internet finden. Niaouli ist zu diesem Thema wissenschaftlich untersucht worden: NiaouliölGiraud-Robert A M: L'huile essentielle de niaouli (Melaleuca quinquenervia) dans la prévention des radiodermites du cancer du sein. Phytothérapie <</span>http://www.ingentaconnect.com/content/klu/10298;jsessionid=2s9urdobg0e4n.henrietta> , Volume 2, Number 3, May 2004 , pp. 72-76(5)

ÄTHERISCHE ÖLE GEGEN BAKTERIEN
Frage: Auf ihrer Homepage fand ich folgenden Hinweis: „Prof. Stanley Deans (Scottish Agricultural College) ist einer der engagiertesten Forscher zum Thema. Er testete 50 ätherische Öle gegen 25 Bakterienstämme in vitro (1987/88).“ Wo kann ich diesen Forschungsbericht in seinen Details nachlesen? S.G.
Antwort: Es handelt sich um einen Bericht aus der (englischsprachigen) Datenbank von Bob Harris: http://www.essentialorc.com und http://www.essentialoilresource.com. Im ausgezeichneten englischen Buch von Jane Buckle „Clinical Aromatherapy” (Verlag Churchill Livingstone, gut über Amazon bestellbar) ist dieses Thema auch ausführlich angesprochen.

EISENKRAUT UND ZITRONENVERBENE
Frage: Verbena officinalis, welche deutsche Bezeichnung versteckt sich hier hinter? J.O.
Antwort: dahinter verbirgt sich die sehr bitter schmeckende Pflanze Echtes Eisenkraut, sie liefert KEIN ätherisches Öl. Sie wurde früher zum Polieren der Ritterrüstungen verwendet, heute kann man den bitter schmeckenden Heiltee daraus kaufen.
Die duftende Pflanze, die fälschlich Eisenkraut genannt wird, heißt Lippia citriodora oder Aloysia triphylla. Man sollte sie besser Zitronenverbene nennen, dann hat man den Duft schon fast in der Nase. Wächst übrigens prima als Kübelpflanze und hält Temperaturen bis kurz über Null aus, bei etwas Glück sogar geschützt stehend unter Null.


UNERFÜLLTER KINDERWUNSCH
Frage: Hast Du Erfahrungen mit einer Mischung bei unerfülltem Kinderwunsch? D.I.
Antwort: Natürlich muss man die beiden Menschen genauer betrachten, wie ist die Beziehung, wie ist ihr Stresslevel, ihre psychosoziale Umgebung etc. Falls Dauer-Stress bzw. eine zu dominante Situation des N. sympathikus vorliegt, würde ich mit Majoran (ich weiß von ganz anderen Erfahrungen als die angeblich antierotische Wirkung in vielen Büchern), Cistrose und Vetiver parasympathisch anregen und mit stark ester-reichen Ölen entkrampfen (Mandarine, Bergamotte, Benzoe, Petit Grain, Neroli, Jasmin, Bergamottminze, Ylang Ylang etc).
Es sollte auch etwas an der Ernährung verändert werden, fast immer fehlen einem oder beiden Partnern die zwei essenziellen Fettsäuren (früher Vitamin F genannt) Linolsäure und/oder Alpha-Linolensäure. Wer kauft schließlich noch kostbare native Pflanzenöle und tut sie kalt ins Essen/Salat oder kaut jeden Tag ein paar naturbelassene Nüsse/Samen?! Doch ohne diese Fettsäuren können die Geschlechts- und anderen Hormone nur unzureichend aufgebaut werden, die Fettsäuren sind die Vorstufe. Borretschsamen- oder Nachtkerzen-Öl-Kapseln schlucken wäre für ein halbes Jahr auch ganz gut.
An ätherischen Ölen ist auch unbedingt Pelargonium graveolens zu empfehlen, das gleicht die Hormonlage aus ohne direkt einzugreifen. Ruth von Braunschweig berichtete sehr positiv von diesem Effekt, da sie in ihrer Praxis viele kinderlose Paare betreut. Für den Mann würde ich noch Sandelholz empfehlen als androgenartiges Öl und für die Frau Vetiver, das die Unterleibsorgane „anfeuern” soll (hilft auch vielen Frauen im Klimakterium).

REISEAPOTHEKE
Frage: Ich bin begeisterte Anwenderin von ätherischen Ölen und lese regelmässig Ihre Publikationen. Vielen Dank insbesondere auch für den jeweils sehr informativen Newsletter!
Meine Frage: Ich gehe demnächst auf eine längere Reise nach Thailand und Indien und möchte meine Reise-Apotheke mit ätherischen Ölen bestücken. Diese sollte möglichst vollständig, aber trotzdem möglichst leicht an Gewicht sein. Vielleicht haben Sie mir einige Tipps? Ich wäre Ihnen sehr dankbar.
Antwort: Ich habe kürzlich Freunden, die mit leichtem Gepäck nach Australien sind, ein Set genäht und mit drei Minifläschchen gefüllt - eines mit Manuka und Teebaum 2:1 gemischt, eines mit Lavendel pur und eines mit Pfefferminze pur. Damit sind die schlimmsten Notfälle einer Reise abgedeckt.
Ansonsten finden Sie im Folgenden einen Vorschlag für eine Grundausstattung. Natürlich kommt es ein bisschen auf Ihren Geschmack und auch auf Ihre Lebensumstände an, auch ob Sie Kinder oder ältere Herrschaften zu betreuen haben. Folgende Öle wären meine Favoriten, müsste ich mir für die sprichwörtliche einsame Insel welche zusammenstellen müssen (oder für das heutzutage stark reduzierte Handgepäck im Flugzeug):
· Manuka, Teebaum oder Thymian Ct. Linalool sind ein Muss zur Bekämpfung von unterschiedlichen Infektionen.
· Rose hilft bei Entzündungen und seelischen Verstimmungen.
· Lavendel fein kann gegen fast jedes Wehwehchen eingesetzt werden, es lindert zudem Sonnenbrand und Insektenstiche.
· Pfefferminze befreit von Kopfschmerzen und Magen/Darmverstimmungen, zudem erfrischt es und bringt den Kreislauf in Schwung (stattdessen könnte auch Rosmarin eingepackt werden).

Natürlich gehören in die erweitere Grundausstattung auch zwei oder drei Zitrusöle nach Vorliebe. Wer Süßes mag wird Benzoe-, Vanille- oder Tonkaextrakt dazu nehmen. Wer tobende Kinder hat, kommt vermutlich nicht ohne Cistrose oder Immortelle aus. Im Falle von häufigen Erkältungen sollte eines von folgenden Ölen zur Hand sein: entweder ein Kiefern- oder Tannenöl, oder aber ein Eukalyptus, Ravintsara, Cajeput oder Niaouli.

ZITRONE – BERUHIGEND ODER ANREGEND?
Frage: Mir ist in deinem Buch (S.179 2. Auflage) gerade aufgefallen, das unter Zitrone bei wichtigen Eigenschaften „leicht beruhigend“ und unter Hauptindikationen „Schlafstörungen“ steht. Ist das richtig, oder ein Druckfehler? Ich dachte Zitrone ist DAS Konzentrationsfördernde, wachmachende Öl. S.F.
Antwort: Ja und nein; Zitronen-Öl ist wie einige andere Öle sehr, wie soll man sagen, vermittelnd, es macht wach, ohne einen aufzupeitschen (wie zB Rosmarin), es entspannt, ohne einen zum Einschlafen zu bringen. Das ist eigentlich das, was man für Prüfungen und konzentrierte Arbeit braucht, denn es wäre ja grässlich, wenn man dann so entspannt wäre, dass einem alles sch...egal wird. Man erlangt mit Zitrone also eine entspannte Wachheit und Aufmerksamkeit, die einen nicht am Einschlafen hindern wird, im Gegenteil, Zitronen-Öl hilft einem dabei die vielleicht ängstlichen oder wirren Nachtgedanken zu sortieren, um dann gut träumen zu können.

DER DUFT VON WHISKEY

Wie im Journal of Agricultural and Food Chemistry 2008, Bd. 56, S. 5813 nachzulesen ist (auch www.chemie.de) ist ein Durchbruch bei der Entschlüsselung des Duftes von gutem Whisky gelungen. Ein wirklich aromatherapeutisches Destillat ;-))
Als eines des vorherrschenden Aromen fanden die Wissenschaftler den Duft von gebackenen Äpfeln, er ist auch in bulgarischem Rosenöl enthalten – wissenschaftlich (E)-beta-Damascenon. Auch kräftige Kokosnusstöne sind enthalten: (3S,4R)-trans-Whiskylacton, (R/S)-gamma-Nonalacton und (Z)-6-dodeceno-gamma-Lacton. Ohne die fruchtige Pfirsich-Note würde Whisky nur halb so gut schmecken: gamma-Decalacton. 4-Allyl-2-Methoxyphenol duftet nelkenartig und sogar eine Prise Vanille war zu finden: 4-Hydroxy-3-Methoxy-Benzaldehyd.
Diese Erkenntnisse entstanden unter Leitung des Lehrstuhlinhabers für Lebensmittelchemie Prof. Peter Schieberle. Sein Team von Wissenschaftlern der TU München analysierte die duftenden Inhaltsstoffe eines amerikanischen Bourbon-Whiskeys. Sie fanden 45 wesentliche Komponenten, die das Duftprofil des Whiskeys prägen. Dreizehn dieser Duftstoffe wurden von den Forschern neu entdeckt.




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