Das AiDA-Ausbildungskonzept

1992/93 bildete Eliane Zimmermann eine erste Gruppe von Aroma-Interessierten aus. Danach startete sie jedes Jahr einen neuen Kurs, zuletzt betreute das Team von AiDA Aromatherapy bis zu vier Aus- und Fortbildungen pro Jahr. In diesen anderthalb Jahrzehnten wurden die Kurse der Dozentin und Fachbuchautorin Eliane Zimmermann zu einem Synonym für Kompetenz und Vielfalt. Ihr Institut arbeitet absolut unabhängig und firmenneutral.
Eine wichtige Erkenntnis der vergangenen eineinhalb Jahrzehnte Unterrichtstätigkeit ist: Nichts ist so gut, dass frau es nicht noch besser machen könnte. So bleibt das Kennenlernen der Pflanzen, die die kostbaren ätherischen Öle liefern, in einer normalen Seminar-Umgebung nur ein Traum. Die Besuche von Botanischen Gärten und Apothekergärten empfanden die meisten KursteilnehmerInnen zwar oft als Höhepunkt der jeweiligen Kurse, doch letztendlich sind diese Exkursionen immer ein wenig wie Museumsbesuche, die bei allem Nutzen auch schnell an ihre Grenzen stoßen.

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Das Institut AiDA hat sich im Jahr 2000 in Südwest-Irland niedergelassen – dort, wo im milden und ganzjährig gemäßigten Golfstrom-Klima die allermeisten Aromapflanzen in natürlicher Umgebung gedeihen. Der anglo-irische Landadel hat hier in den vergangenen jahrhunderten gute Arbeit geleistet und mit großer Sammelleidenschaft Pflanzen aus der ganzen Welt auf die grüne Insel gebracht und hier dauerhaft kultiviert.
Dieses fast subtropische irische Pflanzenparadies ist deshalb der Ort, wo sich Aromapflanzen ideal betrachten, studieren, fotografieren lassen und wo Aromatherapie-Interessierte einen wirklichen und starken Bezug zu den Ölen, mit denen sie arbeiten, aufbauen können. In der Flasche sehen alle Öle zunächst gleich aus. Wo aber kommen sie her, wie sehen die Pflanzen aus, die das Öl hergeben, wie riechen sie, welche botanischen Eigenschaften haben sie? Was unterscheidet etwa die vielen Arten, die wir einfach und oberflächlich als „Eukalyptus“ bezeichnen.

Die Irland-Exkursion mit vertiefter Aroma-Botanikausbildung wird also zum Bestandteil der künftigen AiDA-Ausbildung. Die Zeit dafür ist reif, weil diese vertiefte Ausbildung eine neue Qualität ermöglicht, weil die Menschen reiseerfahren sind, weil Irland fast genau so schnell zu erreichen ist wie die meisten Orte im deutschsprachigen Gebiet und weil es auch noch viel Spaß macht, diese einmalige Naturlandschaft am Atlantik zu besuchen.
Ab 2008 wurde das ganzheitliche Pflanzenerleben neuer Bestandteil der bewährten Ausbildung zur/m AromapraktikerIN. Es können wichtige Ölepflanzen wie beispielsweise ausgewachsene Manuka- und Eukalyptusbäume gerochen und verglichen werden, riesige Myrten- und Rhododendrenhecken erstaunen selbst erfahrene Pflanzenkenner, auch mit seltenen und fast vergessenen öleliefernden Pflanzen wie der Japanische Sicheltanne (Cryptomeria), Siamholz (Fokienia), Boronia, Hiba-Scheinzypresse (Thujopsis dolobrata), Dacrydium und dem wunderbar duftenden fast überall wachsenden Gagelstrauch (Myrica gale) kann Bekanntschaft geschlossen werden.

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Je nach Wissenstand, Interesse, Zeit und finanziellen Möglichkeiten können Sie in unserem Institut zwischen
zwei unterschiedlich zugeschnittenen Lehrgängen wählen. Diese unterscheiden sich im Wesentlichen durch ihre Stundenanzahl und durch einen unterschiedlichen Abschluss: In den Kompakt-Kursen wird vor allem theoretisch gearbeitet, d.h. die komplette Aromakunde wird theoretisch und zügig gelehrt, Anwendungen werden theoretisch besprochen. Nur kleine Anwendungen, wie sie für den berufsmäßig pflegerischen Bereich praktikabel sind, werden geübt: Hand- und Fußmassage, Kopfmassage, Quarkkompressen usw. In den Profi-Ausbildungen dagegen wird das Gelernte über zwei Jahre vertieft, aktualisiert und praktisch umgesetzt. Beide Modelle sprechen somit Menschen mit unterschiedlichem Wissensstand, Berufshintergrund und Berufsziel an und beide Varianten werden vorwiegend von DozentInnen durchgeführt, die einen AiDA-Abschluss und langjährige Erfahrungen in der Aromatherapie besitzen.

Profi-Ausbildung Aromapraxis | Dieser Lehrgang über circa zwölf Dreitages-Blöcke an unterschiedlichen deutschspachigen Orten inklusive einer Intensiv-Wochen bei AiDA in Südwest-Irland. Der Zeitrahmen erstreckt sich etwa über zwei Jahre. Diese Kurse sprechen InteressentInnen an, die eine profunde Rundum-Ausbildung ansteuern, d.h. hier werden die wichtigsten Grundlagen der Anatomie und Physiologie gelehrt, um die praktische Arbeit der gezielten Massage mit ätherischen Ölen nachvollziehbar zu machen. Das Wissen um die Öle wird praxisnah gelehrt, damit jede(r) KursteilnehmerIn nach Abschluss dieser 200 Stunden Präsenzunterricht (über das Grund-Curriculum lesen Sie hier) und nochmal der gleichen Stundenanzahl von Hausarbeiten in Form von mindestens 10 zugesandten Online-Studienbriefen befähigt ist, wirklich verantwortungsvoll mit ihnen zu arbeiten. Mehr zur Profi-Ausbildung hier.

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KompaktKurs Aromakunde | In diesen Fachfortbildungen mit unterschiedlichen Kooperationspartnern wie einer Klinik oder engagierten Krankenschwestern geht es vorrangig um das reine Wissen über die ätherischen Öle und ihre Anwendungen — vorwiegend theoretisch vorgestellt und in kleinen, einfachen Massagen ausprobiert. Hier werden vor allem Menschen angesprochen, die bereits Erfahrung in der Behandlung von Menschen haben. Nach diesen etwa 100 Stunden verfügen Sie über ein breitgefächertes Wissen, das Sie mit ihrem jeweiligen Arbeitsgebiet verknüpfen können. Mehr zum KompaktKurs Aromakunde hier. Mehr zu den Kompakt-Kursen hier.

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Was dürfen Sie mit Ihrem neuen Können und Wissen tun?


Therapieren und heilen dürfen in Deutschland nur Ärzte und Heilpraktiker, hier spricht das
Heilpraktiker-Gesetz eindeutige Worte. Auch in Österreich gelten ähnliche Restriktionen, was das Heilen anbelangt. In der Schweiz ist die Situation von Kanton zu Kanton sehr unterschiedlich.
Gehören Sie nicht zu diesen Berufsgruppen, dürfen Sie jedoch in Deutschland ohne Bürokratie-Aufwand als
GesundheitsberaterIn im weitesten Sinne tätig werden, also: im Familien- und Bekannten-Kreis bei “Wehwehchen” unterstützend und im Sinne der Erstversorgung tätig werden, Menschen in Sachen ätherische Öle rundum beraten, Gesundheits-Vorsorge und Gesundheits-Pflege betreiben, entspannende und stressabbauende Massagen geben, psychologisch orientierte Duftberatung anbieten (zum Beispiel für Zahnarztpraxen, Altenheime, Kindergärten etc), aufklärende Vorträge in Volkshochschulen, Familienstätten, Gesundheitszentren halten. Sie dürfen selbstverständlich auch ätherische Öle verkaufen. In Österreich dürfen Sie streng genommen fremde Menschen nicht berühren, der Energethikerschein kann Ihnen jedoch zur einfacheren Ausübung dieses beratenden Berufes verhelfen. In der Schweiz ist die Situation von Kanton zu Kanton sehr unterschiedlich.
Gehören Sie einem Heilhilfsberuf an (PhysiotherapeutIn, Krankenschwester/pfleger, MasseurIn etc) und haben Sie das Glück, mit aufgeschlossenen Ärzten zusammenarbeiten zu dürfen,  sind diese vielleicht froh, wenn Sie ihnen als kompetet ausgebildete(r) AromapraktikerIn die “kleinen und langwierigen Behandlungen” abneh
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Offene Seminare | Durch die regelmäßige Zusammenarbeit mit verschiedenen Aromatherapie-Firmen (Farfalla, Feeling, Florame, Neumond) gibt es für Menschen, die nur bestimmte Schwerpunkte lernen möchten, regelmäßig Ein- oder Zweitagesseminare mit Eliane Zimmermann. Insbesondere die "Chemie-Show", also das spielerische Erlernen der Inhaltsstoffe von ätherischen Ölen und die Indian Head Massage haben sich in den letzten Jahren als Bestseller herauskristallisiert. Termine hier.