Glengarriff – Perle am Atlantik
Glengarriff ist ein 400-Seelendorf im Südwesten
Irlands, direkt an der N 71 gelegen. Das ist die alte
Prince-of-Wales-Route und die moderne
Touristen-Rennstrecke. Zu Königin Vicorias Zeiten
versammelte sich hier die britische Prominenz aus Adel,
Botanik, Literatur und Militär. Man genoss die milden,
gleichmäßigen Temperaturen des Kurortes am Meer und
erfreute sich an der Möglichkeit, hier – im Zuges des
Pflanzenjägerfiebers – exotische Pflanzensammlungen
anlegen zu können. Davon profitiert insbesondere die
aktuelle Generation, denn nur an wenigen Orten Europas
kann man so prächtige Rhododendronsammlungen und
ausgewachsene Gehölze aus aller Welt bestaunen.
Italienische und viele andere Zypressenarten sowie
einzelne Korkeichen geben der Gegend einen
Mittelmeerflair, Freunde der Himalajaflora staunen über
die Vielfalt der Berggewächse und Fans von Australien,
Tasmanien und Neuseeland fühlen sich wie zu Hause.
Filmteams nutzen diesen Effekt und weite Reisen zu
diesen Schauplätzen zu sparen. Garinish Island (oder
auch Illnacullin – die Insel der Stechpalme) wird von
Pflanzenfreunden aus aller Welt besucht, Deutsche
nennen diesen Paradiesgarten bisweilen die Insel Mainau
von Irland. Dösende Seehunde bevölkern die stille
Bucht, Berge zum Wandern, 365 Seen zum Angeln,
atemberaubende Ausblicke, gemütliche und bezahlbare Bed
and Breakfasts – für jeden Geschmack lohnt sich der
Aufenthalt.