Augaben des Newsletters, die vor 2005 erschienen
sind,
können
Sie hier laden
:
Über die Wirkung und Herstellung
von Bergamotte-Öl berichtet die
Ausgabe 14 |
Herbst/Winter 2004
Über wichtige
Aspekte des Melissenöls
lesen Sie unter anderem in der
Ausgabe 13 |
Sommer 2004
Ätherische Öle
lindern Leiden
alter Menschen;
Ausgabe 12
Abenteuer
Rosenholz-Öl
Ein interessantes Öko-Projekt am
Amazonas; Ausgabe
11
Kennen sie den
Unterschied
zwischen Ravensara- und
Ravintsara?
Ausgabe 10
Wie ätherische Öle
gegen Haarausfall helfen können
Ausgabe
9
Ätherische Öle bei
Babies
richtig
angewendet; Ausgabe 8
Mit Duft auffallen
- Werbepost
der besonderen
Art; Ausgabe 7
Vor 2002 waren die
Newsletter kaum mehr als eine längere E-Mail, kaum jemand
an Gesundheitsthemen Interessiertes besaß einen
Internetanschluss. So lohnte sich der Aufwand für eine
richtige Zeitschrift kaum. Das hat sich inzwischen
verändert, über 1200 Menschen haben das Online-Magazin
abonniert. Hier nur noch einige Meldungen, die nichts an
Aktualität eingebüßt haben:
RARITÄT.
Wegen
entsprechender Nachfragen: Kursteilnehmerinnen haben eine
Quelle für die langgesuchte, wirklich wundervolle sanfte
Mentha aquatica (Wasserminze) aufgetan: sie ist
bestellbar bei "Maienfelser Naturkosmetik" Telefon
(07945) 2582, Fax (07945) 1571, info@der-maienfelser.de,
www.der-maienfelser.de
GOOD NEWS. Eine gute
Nachricht habe ich für alle Freunde des ätherischen Öles
vom Rosenholz-Baum (Aniba rosaeodora): Bislang wurde der
stattliche Baum zwecks Ölgewinnung gefällt. So fielen
unendlich viele Baumriesen im Amazonas. Die meisten
Firmen hatten, als das bekannt wurde, das Öl aussortiert.
Manche führen es noch, es entsteht dann aus Abfällen der
Möbelindustrie (aber muss man diese unterstützen?!) Nun
gibt es ein Projekt in meinem früheren Heimatland
Brasilien, in dem das ätherische Öl aus den Blättern und
Zweigen dieses Baumes destilliert wird. Es duftet fast
genauso gut wie das Öl aus dem Holz, ich habe ein
Fläschchen zum Schnuppern geschenkt bekommen. Vielleicht
kommt es bald in nennenswerten Mengen auf den deutschen
Markt.
RARITÄT. Ich habe
auf meiner „Tournee“ eine Firma gefunden, die das seltene
ätherische Öl der Cannabis sativa (Hanf) in kleinen
Mengen in Deutschland verkauft. Duftet sehr krautig,
grün, mal abgesehen vom hohen Preis eher nix für die
Duftlampe. Eher was für SammlerInnen oder
Naturparfum-Freaks. Enthält übrigens kein THC, also
Highwerden davon geht nicht! Bei Interesse mich anmailen,
ich verrate dann die Firma!
PRELLUNGEN. Meine
KursteilnehmerInnen wissen es schon: das sehr gut
verträgliche aber recht streng duftende ätherische Öl der
Immortelle oder Strohblume (Helicrysum italicum) ist ein
geradezu wundersames Mittel gegen blaue Flecken, stumpfe
Verletzungen, Prellungen; es verfügt über stark
antikoagulierende Eigenschaften. Besonders gut wirkt es
zusammen mit Arnika-Salbe (Weleda, Wala): also die Salbe
auf die Verletzung auftragen und einen Tropfen (bei
großen Verletzungen 2-3 Tropfen) ätherisches
Immortelle-Öl (pur) auf das Fett geben und vorsichtig
verreiben. Durch einen sehr hohen Gehalt an
krampflösenden Estern kann diese Anwendung auch Schmerzen
und Schockgefühle lindern.Ein praktischer Arzt verriet
mir kürzlich, dass dieses Öl sehr gut zur Vorbereitung,
Abhärtung und Nachbehandlung der benachbarten Hautareale
bei Bestrahlungen eingesetzt werden kann und wird.
Helicrysum-Öl kommt in verschiedenen Chemotypen vor,
deshalb mögen die Wirkungen variieren.
CELLULITE ADE. Meine
ehemaligen KursteilnehmerInnen kennen schon meine
Empfehlung: Neben der Massage mit Centella-Mazerat mit
ätherischen Ölen die Einnahme von
Centella-asiatica-Kapseln, bislang meines Wissens nach
nur in Brasilien, dem Land der knackigen Pos, erhältlich
bzw. verbreitet. Nun bin ich in Irland fündig geworden,
eine 100-Kapsel-Packung kostet gut DM 30 (von Solgar,
www.solgar.com). Centella gehört in der indischen
Natur-Medizin Ayurveda seit Jahrhunderten zu den
Rasayanas, den Verjüngungs- und Reinigungsmitteln.
Wissenschaftlich gesehen kurbelt Centella, das hübsch
anzusehende indische Wassernabel-Kraut, den
Kollagenstoffwechsel kräftig an, so dass das wabbelige
Bindegewebe wieder mehr Struktur bekommt. Gleichzeitig
werden „Gewebeschlacken“ vermehrt ausgeschieden, sofern
man während der Einnahmezeit reichlich Wasser/Kräutertees
zu sich nimmt. Also ein idealer Begleiter zur
Frühjahreskur. Wirkt allerdings nicht für „ewig“, man
macht die Kur zweckmäßig vor der Bikini-Zeit und
wiederholt sie dann ein- bis zweimal jährlich. Doch das
Ergebnis an Oberschenkeln und Po kann sich wirklich sehen
lassen.
BUCHTIPP. Zwei
wunderschöne Bücher von Christine Kiehs-Glos bereichern
die Bibliothek (oder den Nachttisch) jedes/jeder
Aroma-Öle-FreundIn: das erste heißt "Iris - eine
Heilpflanze verwandelt das Wasser", das Neueste heißt
"Wildrose - eine Heilpflanze verwandelt das Feuer". Beide
sind sehr persönlich geschrieben und trotzdem beleuchten
sie die jeweilige Pflanze wissenschaftlich exakt
(botanisch, naturheilkundlich). Beide Bücher enthalten
verzaubernde Fotos, die vielleicht noch künstlerische
Talente zu wecken vermögen... Beide kosten DM 29,90 und
sind bei Edition Aethera/Verlag Freies Geistesleben
erschienen.
SOMMER-ÖL. Immer noch
viel zu unbekannt ist die Strahlenschutz-Wirkung vom
fetten Öl entweder des Fruchtfleischs oder der Kerne
desSanddornstrauchs (Hippophae rhamnoides). Das gilt für
Astronauten,Vielflieger und auch die/den gemeine(n)
SonnenanbeterIn gleichermaßen. Durch innere und äußere
Anwendung dieses kostbaren, stark orangefarbenen und
fruchtig schmeckenden Öles wird - Studien zufolge -
der Körper und insbesondere die Haut besser mit den
Folgeschäden der zerstörenden Anteile des Lichtes fertig
(breit gefächerte antioxidative Wirkung). Insbesondere
zum Schutz und zur Regenerierung der umliegenden
Hautflächen bei Radiotherapie (z.B. Bestrahlung bei
Krebs) ist dieses fette Öl geeignet. Ansonsten ist es
durch einen hohen Anteil an Palmitin- und
Palmitoleinsäureein unglaublich hautpflegendes Öl, da
diese beiden Fettsäuren dem Hauttalg sehr ähnlich sind.
Mittlerweile kann das das Öl sowohl in purer Form
erworben werden (z.B. Primavera Life, Martina Gebhardt
Naturkosmetik, Venus) als auch verdünnt (z.B. Weleda) als
auch in naturkosmetischen Produkten (z.B. CMD).
Ausführliche Infos finden Sie z.B. im Buch "Sanddorn-Öl"
aus dem Windpferd Verlag und in der Broschüre
"Sanddorn-Fruchtfleisch-Öl" von Hans von Arnsberg aus dem
Oleum Heilsam Verlag ISBN 3-935162-00-06.
SOMMER-FRISCHE. Wer es
nicht so fettig mag, dem verrate ich ein einfaches
"kosmetisches" Haus-Rezept, das ich seit 15 Jahren nach
der Gartenarbeit/Sonnenbad und auch bei den Kindern
anwende: einfach 30 bis 50 Tropfen Lavandin kbA (eher
frischmachend) oder Lavendel fein (eher beruhigend) in
100 ml Aloe Vera-Gel geben, in eine Sprayflasche geben
(oder bereits in Sprühflasche kaufen z.B. von Santaverde)
und NACH dem Sonnenbad auf die (gerötete) Haut vernebeln.
Das erfrischt insgesamt und regeneriert die Hautzellen.
SELBERMACHEN. Der
@roma-newsletter ist zwar einige Tage zu spät dran, denn
am 24. Juni war der Johannistag (und die Tage werden nun
schon wieder kürzer...), doch noch können die gelben
Blüten des heilkräftigen Johanniskrauts (Hypericum
perforatum) im Garten und am Wegesrand gesammelt werden
und zu schmerzstillendem Rot-Öl verarbeitet werden. Die
Blüten werden in ein helles, sehr sauberes Schraubglas
gegeben, vorsichtig mit bestem Olivenöl aus erster
Pressung vermengt (bis alles bedeckt ist) und drei bis
vier Wochen an einem sonnigen Platz stehengelassen.
Danach abseihen und in dunklen Fläschchen aufbewahren.
Nun haben Sie ein gutes Hausmittel (und Basisöl für
entsprechende ätherische Öle) gegen Muskelschmerzen,
Rückenschmerzen, Ohrenschmerzen und wieder: ein prima
After-Sun-Öl. Das und vieles mehr können Sie in dem
wirklich sehr empfehlenswerten Buch von Susanne
Fischer-Rizzi "Medizin der Erde" nachlesen.
ANTI-MUFF-KAMPAGNE. Einer
Boulevardzeitung zufolge werden demnächst Londons muffig
riechende U-Bahnstationen mit Rosen-, Jasmin- und
Fruchtaromen beduftet. Die speziell für diesen Zweck
komponierte Duftmischung heißt "Madeleine". Übrigens
genießt der einst gruftartige Übergang von Terminal A zu
Terminal B des Frankfurter Flughafens seit einigen Jahren
diese olfaktorische Verschönerung. Damit einem nicht
schon vorm Flug die Panik überfällt.
BELEBUNG. Eine
Krankenschwester, die in einer psychiatrischen
Einrichtung arbeitet, berichtete mir von dem Einsatz
eines einzigen Bades mit natürlichem ätherischen
Lavendel-Öl bei einem älteren Herrn, der durch Alzheimer
Demenz schon nicht mehr aktiv am Leben um sich herum
teilnahm. Es wirkte auf sie und ihre KollegInnen wie ein
Wunder, dass der Mann "aufwachte" und für Stunden aktiv
wurde, Zigaretten rauchte wir früher, sich mit seiner
Tochter unterhielt und fröhlich mit seinem Rollstuhl über
den Gang flitzte. Allerdings war er auch in der Lage,
über seine desolate Lage zu reflektieren ("Was ist bloß
mit mir passiert, dass ich meine eigene Tochter nicht
mehr erkenne?"). Und das gab uns zu denken. Wenn Düfte so
machtvoll Reaktionen auslösen können, müssen wir sie
behutsam einsetzen bzw. in einem solchen gravierenden
Fall eigentlich auch nur, wenn der betreffende Mensch
psychologische Hilfe erwarten kann. Dieser Bericht deckt
sich mit meinen eigenen Erfahrungen im Altenheim und mit
anderen Berichten über Alzheimer-Patienten. Jedenfalls
stecken hier hoffnungsvolle Ansätze, diesen Patienten
wieder zu mehr Würde und Teilnahme am Leben zu verhelfen.
Mal ganz abgesehen von der Möglichkeit, die meistens
enorm gestressten Angehörigen sinnvoll zu unterstützen.
REISELEKTÜRE. Wer noch
"aromatische" Lektüre für den Reisekoffer sucht, dem sei
der anspruchsvolle Roman "Eukalyptus" des Australiers
Murray Ball ans Herz gelegt: Ein Farmer mit einem großen
Besitz in New South Wales (dort, wo der beste "Tea Tree"
wächst) möchte seine hübsche Tochter unter die Haube
bringen und verkündet, dass derjenige Ellen zur Frau
bekommt, der alle Eukalyptusbäume auf seinem Stück Land
mit (botanischen) Namen benennen kann. Da der Vater ein
leidenschaftlicher Sammler dieser vielseitigen Baumart
ist, ein schier unmögliches Unterfangen. Doch Ellen hat
ihren eigenen Kopf...
FICHTENWALD IM LUXUSBAD. @roma-Newsletter-Leserin
Kordula Verhoeven entdeckte auf einer Sanitär-Messe eine
futuristisch aussehende Duschkabine (Entrada 5000) mit
entsprechenden Installationen für farbige Lichtquellen,
Infrarot-Strahlern und Duft-Düsen (sieht aus wie im
Cockpit!). Deren Möglichkeiten werden unter anderem so
angepriesen: "Wovon möchten Sie in Ihrer Dusche träumen?
von blühenden Rosen oder einem morgenfrischen
Fichtenwald? Einfach die passende Aroma-Essenz in das
Duftelement füllen -per feinster
Ultraschallkaltvernebelung zaubern die ätherischen Öle im
Innern Ihrer Dusche eine Welt der schönen Düfte." Hört
sich gut an!
CELLULITE ADE NICHT FÜR DEUTSCHE FRAUEN.
Offensichtlich
wollen viele Frauen ihre Cellulite loswerden. Umso
ärgerlicher war dann die Feststellung einiger
@roma-Newsletter-Leserinnen, dass www.solgar.com die
begehrten Kräuterpillen nicht nach Deutschland liefert.
Schade. Bleibt nur die "Handarbeit", nämlich 2x tägliche
Massage mit Centella-Mazerat (von Maienfelser oder
Oshadi) mit einer 5%-prozentigen Verdünnung folgender
ätherischer Öle (zu gleichen Teilen): abends Atlaszeder,
Orange, Geranie, morgens Zypresse, Grapefruit, Rosmarin.
Wirkt nach eigener Erfahrung auch sehr gut. Dazu aus der
Apotheke der Centella-Tee (Hinweis an die ApothekerInnen:
heißt in der Bestellung "Hydrocotyle asiatica") 3x
täglich eine Tasse (mit Säften oder anderen Kräutern den
nicht so attraktiven Geschmack aufpäppeln). Umständlicher
aber nicht minder wirksam als die Kapseln.
FORSCHER ZWEIFELN AN AROMATHERAPIE. @roma-Newsletter-Leserin
Carola Emrich ist wieder im Internet fündig geworden
(diese Meldung geisterte auch durch die irische Presse).
Allerdings frage ich mich, seit wann Ylang Ylang-Öl
belebend wirkt, zumindest in normaler Dosierung! Also:
“Ätherische Öle sollen Placebo bewirken”
München (pte, 19. Apr 2001 11:22) - Die positive Kraft
der Aromatherapie existiert nur im Kopf. Dies behaupten
Forscher der Universität München
http://www.uni-muenchen.de, die festgestellt haben, dass
Wasser den selben Effekt wie teure Öle hat. Voraussetzung
sei allerdings, dass Patienten von einer tatsächlichen
Behandlung ausgehen. Die Forscher testeten Pfefferminz-,
Jasmin-, und Ylang-Ylangöle, von denen sie eine belebende
Wirkung vermuteten. Dazu trugen Versuchspersonen einen
Mundschutz, der bei einigen mit ätherischen Ölen, bei
anderen mit reinem Wasser besprüht wurde. Die
Wissenschaftler fanden allerdings keinen signifikanten
Unterschied in der Reaktionszeit zwischen Menschen, die
ein ätherisches Öl erhielten, und jenen, die mit Wasser
behandelt wurden. Dies impliziere, dass eine
Aromatherapie einen Placeboeffekt bewirke, wodurch
Patienten tatsächlich "gesünder" werden, wenn sie an ein
Wunderheilmittel glauben, so die Forscher. Jene
Testpersonen, die eine hohe Bewertung für die
stimulierende Wirkung abgaben, zeigten allerdings eine
bessere Reaktionszeit durch die belebenden Öle. "Das
bedeutet, dass Personen, die an den Effekt glauben und
einen Duft als angenehm empfinden, schneller reagieren",
so der Psychologe Josef Ilmberger von der Universität
München. Im nächsten Schritt plant Ilmberger einen Test,
der die Wirkung von ätherischen Ölen bei Massagen in die
Haut messen soll, wie BBC berichtet. Richard Tonkin vom
Research Council for Complementary Medicine relativiert
allerdings die deutsche Studie. "Die Kraft der Einbildung
ist in der Medizin ein großer Faktor. Das Problem von
Placebos ist, dass sie von den meisten Menschen als
Fälschung betrachtet werden. Sie haben aber einen
praktischen Effekt, indem sie bei Patienten den
Selbstheilungsprozess vorantreiben", so Tonkin.
VIRTUELLE REISEN UND GÄRTEN. Wer nicht in die
Sommerfrische ausfliegen kann oder will, kann sich ja mal
die Vielfalt der Duftpflanzen im Internet ansehen:
www.rosenhof-schultheis.de
www.blumenschule.de
www.apothekergarten.de
www.syringa-samen.de
www.staudengaissmayer.de
www.ruehlemanns.de
ROSSGESUNDHEIT.
Doch auch Pferde werden krank. Eine Kursteilnehmerin
verarztet ihr schwer lungengeschädigtes Pferd seit
geraumer Zeit mit Schwarzkümmelöl (Nigella sativa) im
Fressen. Mittels Laboruntersuchungen kann eine stete
Verbesserung der Lungenfunktion des Tieres beobachtet
werden, sein Allgemeinbefinden hat sich deutlich zum
Positiven entwickelt.
BESUCH
DER DRITTEN ART. Eine
Aromapraktikerin und Krankenschwester mit eigener Praxis,
die Babymassage und zusammen mit einer Hebamme Beratungen
für schwangere Frauen anbietet, bekam im Frühsommer
Besuch von einem Apotheker. Er inspizierte ihre Praxis
für die Regierung Oberpfalz und stellte ihr auch
wiederholt „Fangfragen“, um zu checken, ob sie denn etwa
unerlaubte Heilkunde betreibe. Er konfiszierte einige
(fette!) Öle einer bekannten Aroma-Öle-Firma und verließ
sie mit fast drohenden Tönen, sie werde noch von ihm
hören. Kürzlich kamen noch ein Arzt und eine
Hygiene-Beauftragte des lokalen Gesundheitsamtes vorbei
und fragten sie aus, unter anderem nach ihrer Ausbildung.
Sie stellten dann zum Glück fest, dass, solange sie ihre
Massagen nur zu Entspannungszwecken mache, nichts
einzuwenden sei. Fast schmeichelnd beendete der Arzt
seinen Besuch mit: „Dann scheint, dass diese Eliane wohl
fundiertere und gute Ausbildungen vermittelt ... als es
zur Zeit auf diesem „esoterischen" Markt gibt“.
STINKENDE
ÜBELTÄTER UND DUFTENDE WINDFÄNGER. Mein Sohn bekam
kürzlich ein (englisches) Buch "Shrek", mit dem die
Kinder sich olfaktorisch amüsieren können: 40 Bösewichter
stinken durch Rubbeln an der entsprechenden Zeichnung
wirklich fürchterlich, einer schlimmer als der andere!
(ISBN 0-14-131339-0, www.penguin.com). Anders dagegen die
schicken Gardinenstoffe "fresh & free" von Indes
Wohntextil: dank einer speziellen Stoffausrüstung mit
Molekülen auf Glukosebasis nimmt das Gewebe üble Gerüche
auf, bindet sie und gibt gespeicherte wohlriechende Düfte
frei. Laut Hersteller sind die Gewebe dermatologisch und
toxikologisch unbedenklich, durch eine 30 Grad-Wäsche
kann die Wirkung stets reaktiviert werden.
WEBTIPPs.
@roma.newsletter-Leserin Heike Degen-Hientz hat eine
spannende Web-Site mit zig Artikeln über das Riechen und
Gerüche entdeckt: www.olfaktorik.de
Und
gehen Sie fast buchstäblich hinein in das Labor der Firma
Soluna, die spagyrische Naturmedizin herstellt:
www.soluna.de
: eine
sehr faszinierend gemachte Website mit 180-Grad-Blick in
die Produktionsstätte von
Kräuterelixieren.
HUST
UND SCHNIEF. „Mann allein
zuhaus. Greift zu ätherischen Ölen seiner
aromakundigen Frau. Salbei-Öl in die Duftlampe. Viel
hilft viel. Hund bekommt epileptischen Anfall.“ Das Ganze
wurde, da kein Zusammenhang bekannt war und sich die
menschlichen Erkältungssymptome besserten, wiederholt,
das an Epilepsie leidendende Haustier krampfte wieder.
Für alle, die es bislang nicht glauben wollten und
leichtfertig mit Salbeiöl unbekannter Herkunft umgehen,
zeigt diese unfreiwillige Tierexperiment, dass das
Monoterpenketon Thujon im Salbeiöl wirklich neurotoxisch
wirken KANN.
DER
SOMMER KOMMT. Auch wenn wir
jetzt noch in Schnee und Eis stecken: Die Stechmücken
sind bald wieder da. Nun haben zwei Forscher von der Iowa
State University ( www.iastate.edu
)
nachgewiesen, dass Extrakte aus Nepeta cataria
(Katzenminze), wesentlich wirksamer und dabei
unbedenklicher bei der Insektenbekämpfung wirken als das
Insektizid DEET. Viele von Ihnen haben sicherlich diese
hübsche, lavendelähnliche Staude im Garten, deren
Inhaltsstoff Nepetalacton auch Fliegen und Kakerlaken
erfolgreich abwehrt. Das ätherische Öl ist bei guten
Firmen erhältlich, allerdings meistens der
zitronenduftende Chemotyp mit nur 10 Prozent
Nepetalacton. Ob dieser in der Untersuchung verwendet
wurde, ist nicht bekannt.
SCHNUPPER-ALARM.
Auf
der Website des „Spiegel“ war kürzlich die interessante
Geschichte einer kuriosen Jobmöglichkeit in der
Hauptstadt nachzulesen: Biologie-Studentin Maren
Sunderhoff erschnuppert nicht nur die Dezipol-Stärke in
einem Raum, sondern vor allem die Luftqualität von
Arbeitsplätzen (der Wert Dezipol bestimmt die
Geruchsstärke, so wie Dezibel für Lärm oder Lux für
Licht). Die 25-Jährige jobbt als Testriecherin im
Hermann-Rietschel-Institut für Heizungs- und Klimatechnik
der Technischen Universität Berlin. „Was nach Spielerei
klingt, ist ernsthafte Forschung. Die Wissenschaftler
haben nur ein Ziel: bessere Luft! Dafür kommt das
sensibelste Messgerät zum Einsatz, dass die
Geruchsforschung kennt - die menschliche Nase.“ erfähren
wir. „Ihr blasses, schmales Näschen wirkt unscheinbar,
ist aber eine austrainierte Spürnase. Wochenlang hat
Maren daran gearbeitet, das Stiefkind unter den Sinnen zu
schärfen - immer wieder geübt, verschiedene
Geruchsstärken zu unterscheiden, ihre Nase förmlich
geeicht. Konstante Geruchswerte von Aceton halfen dabei.
Dann, nach vielen Stunden Schnüffelei war sie soweit: fit
fürs Labor.“ Übrigens bringt der Job mehr Geld als
Hamburger zu verkaufen, nämlich EUR 10 pro Stunde.
WISSENSCHAFTLICHE
VERGLEICHSTESTS. Die meisten
Aroma-InteressentInnen haben schon von der Studie von
Professor Göbel, Universität Kiel gehört: Er verglich die
Wirkung von Paracetamol und ätherischem Pfefferminz-Öl
bei (künstlich induziertem=vergleichbarem und
wiederholbarem) Spannungskopfschmerz. Wer sich
ausführlicher darüber informieren möchte, surfe doch mal
zur durchaus interessanten Website von Lichtwer Pharma
(www.lichtwer.de).
CYBER-DÜFTE.
Warum
immer nur Bildchen oder Klänge? Wer von uns
duftinteressierten Menschen hätte nicht gerne auch mal
eine Duftmail auf dem Computer...? Mittels eines
„iSmell-Device“, eines Gerätes, das an ein Modem
erinnert, ist das seit einiger Zeit möglich (wenn man
bzw. Firma das nötige Kleingeld investiert). Die in
Oakland (Kalifornien) ansässige Firma DigiScents macht es
mit ihrer Software „Sniffer“ möglich, tausende von
Gerüchen aus dem Computer abzurufen. Autofirmen und
Videospiel-Hersteller zeigten großes Interesse, diese
neue Technologie anzuwenden. In Deutschland hat sich die
Düsseldorfer Firma Aerome dieses faszinierenden Gebietes,
das vor allem in der Werbebranche großen Anklang findet,
angenommen.
WEB-TIPPS.
Mal
Lust auf eine Aroma-Kurzreise nach England? Hier geht es
„very british“ zu (oder auch irisch):
www.planetbotanic.com
www.shop4essentialoils.com
www.aromatherap.ie
www.tisserand.com
www.spicedirect.co.uk
www.quinessence.com
www.nealsyardremedies.com
www.cariad.co.uk
www.amyris.com
DAVID
GEGEN GOLIATH. Was kann eine
kleine, ehrliche mittelständische Firma schon ausrichten
gegen einen großen Konzern? Nichts – und so wurde dem
„duften“ Familienbetrieb „La Florina“ nach jahrelangem
Rechtsstreit endgültig der Firmen- und Markenname zum
31.12.2001 durch die markenrechtliche Abmahnung eines
Kosmetikkonzerns mit ähnlichem Namen aberkannt. Das
bekannte Logo von La Florina (Frauenfigur) wird bestehen
bleiben, jedoch seit dem 1. Januar 2002 lautet der neue
Firmen- und Produktname:
„Light of Nature“ („Im Lichte der
Natur“). Diesen Leitspruch des bekannten Arztes und
Heilers Paracelsus haben die FirmeninhaberInnen gewählt,
da deren künftiges Schwergewicht auf spagyrischen
Produkten liegt und sie verstärkt in diesem Bereich
arbeiten werden. In Zusammenarbeit mit ihrer „Academia
Hermetica“ wird eine Reihe von Seminaren und Ausbildungen
in den Bereichen Alchemie, Spagyrik, Pflanzenkunde,
Aromatherapie, Kosmetik und ähnliche Themen angeboten.
© AiDA 2008
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